04 Juni 2008

Nichts Neues

Anlässlich des Katholikentages in Osnabrückt äußerte sich Bischof Dr. Friedhelm Hofmann über das Verhältnis von Kunst und Kirche: Mein Standpunkt ist, dass Kunst wesentlich zur Kirche gehört. Die Kirche war über viele Jahrhunderte die wesentliche Mäzenin der Kunst. Erst zu Beginn der Neuzeit haben sich die beiden Bereiche auseinander entwickelt. Es gibt meines Erachtens viel mehr Brücken als man wahrnimmt. Deswegen plädiere ich innerkirchlich für eine Öffnung in Richtung moderner Kunst. Umgekehrt sage ich den zeitgenössischen Künstlern, dass sie auch die Voraussetzung der Kirche kennen und akzeptieren müssen [...] Kunst kann nicht einfach beliebig sein. Kirche muss Kunst wahrnehmen als Seismograph der Fragen der Zeit, umgekehrt aber auch die Künstler zur Verherrlichung Gottes beitragen. Man muss unterscheiden zwischen Kunst im profanen Bereich und im innerkirchlichen: Kunst in der Kirche muss anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegen als etwa Kunst im Museum.

Quelle: Mainpost