24 Oktober 2008

Kirchbautag 2008 Teil IV

Dortmund, 23.10.200, 20:00 Uhr
Nach der Eröffnung folgt der abendliche Empfang beim Dortmunder Oberbürgermeister. Das ist üblich bei gesellschaftlichen und kulturellen Institutionenveranstaltungen und hat weniger inhaltliche Qualität als die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises. Es ist gähnend langweilig, man ist unter sich. Hier bekommt das Wort von der geschlossenen Veranstaltung seinen rechten Klang. Mir ist schon klar, dass so etwas üblich und normal ist in unserer Gesellschaft, aber wie soll von der gleichen Gruppe von Menschen ein Impuls ausgehen zur bauästhetischen Veränderung von Kirche und Gesellschaft? Hier versammeln sich die Konkursverwalter einer erodierenden Volkskirche mit dem treuherzigen Apell an den Staat, bei der Verteilung der staatlichen Bau-Alimente die baufälligen Kirchen nicht zu vergessen. Und diese Bitte äußert sich beim städtischen Buffet viel passender als gegenüber den kirchlichen Mitarbeitern von Kindertagesstätten und Krankenhäusern, die im Gegenzug entlassen werden. Hauptsache die Gebäude sind gut saniert. Heute morgen gehts weiter, es kann kann nur besser werden.