18 September 2009

Religion und Kriminalliteratur


Religion und Kriminalliteratur sind nur auf den ersten Blick ein ungewöhnliches Paar. Tatsächlich bestehen zwischen beiden vielfältige Bezüge: Offensichtlich sind sie dort, wo religiöse Milieus den Hintergrund abgeben, wo fanatische Gläubige und geistliche Ermittler auftreten oder religiöse Symbole zur Aufklärung des Falls beitragen. Eine Nähe ergibt sich auch dann, wenn im Krimi traditionelle theologische Themen wie die Frage nach Schuld, Strafe und Vergebung verhandelt werden. Zudem wurde schon früh eine strukturelle Parallele zwischen Krimi und Religion behauptet, etwa in Bezug auf den Einbruch des Bösen in die Welt oder in Hinsicht auf die Abgründigkeit menschlicher Existenz.

Dazu veranstaltet das Literaturhaus Basel in Zusammenarbeit mit der Theologischen Fakultät der Universität Basel, dem Forum für Zeitfragen Basel und der Katholischen Erwachsenenbildung beider Basel eine Tagung unter dem Titel:

Unerlöste Fälle
Religion und zeitgenössische Kriminalliteratur


Es wird danach gefragt, in welchen Formen Religion in der Kriminalliteratur präsent ist, welches Bild von Religion vermittelt wird und welche Bedeutung Religion für die Kriminalliteratur hat. Nicht zuletzt wird auch die Funktion der Kriminalliteratur und die Faszination dieses Genres bedacht. Die Aufmerksamkeit gilt dabei in erster Linie, aber nicht ausschliesslich der deutschsprachigen literarischen Produktion der letzten zehn Jahre.
Weitere Infos gibt es unter www.forumbasel.ch und in einem Flyer.